Tanzrichtlinien

 

ESDU WETTBEWERBE
Die ESDU organisiert jährlich ihre patentierten DANCESTAR Tanzwettbewerbe. 

• ESDU DANCESTAR World Dance Masters Tour und das Finale
• ESDU DANCESTAR World Dance Masters.


Die ESDU DANCESTAR World Dance Masters Tour, ist eine Serie von  internationalen Qualifikationsbewerben (ESDU DANCESTAR Austria-, German-, Croatia-... Open) bei denen man sich zu den Weltmeisterschaften, den ESDU DANCESTAR World Dance Masters qualifizieren kann.

TANZRICHTLINIEN
Teilnahmeberechtigung zur ESDU DANCESTAR World Dance Masters Tour

Grundsätzlich sind alle Bewerbe offen, d.h. zu den Bewerben werden alle Personen, die alleine antreten, oder einer Tanzschule/Verein/Tanzgruppe angehören, zugelassen.
Der Start eines Teilnehmers ist für max.2 Schulen/Vereine möglich, jedoch nur in unterschiedlichen Disziplinen. Teilnahmeberechtigt sind alle Tänze mit einer gültigen „Starting Permission“. 

Teilnahmeberechtigung zu den Weltmeisterschaften, den ESDU DANCESTAR World Dance Masters 
Startberechtigt sind jene Beiträge, die sich bei einem Qualifikationsturnier aus der ESDU DANCESTAR World Dance Masters Tour fürs Finale platziert haben. Nur mit einer gültigen „Starting Permission“ darf man an den ESDU DANCESTAR World Dance Masters teilnehmen.

ESDU ONLINE-REGISTRIERUNG
Vor der Anmeldung zu einem ESDU Bewerb muss man sich online bei der ESDU registrierenwww.esdu.org/en/esdu-online-registration. Hier hat man bis zum 31.1. des laufenden Kalenderjahres die Zusatzmöglichkeit ESDU Mitglied zu  werden. Nach erfolgreicher Registrierung bekommt man eine elektronische Rückmeldung und eine ID Nummer. 
Achtung: bei der Registrierung füllen Sie das Feld E-Mail Adresse und Passwort aus. Diese werden als Log In Daten für Ihre Anmeldung zu einem ESDU Bewerb verwendet. Bitte merken Sie sich diese! 
Für Fragen zur Anmeldung stehen wir Ihnen jederzeit gerne unter: office@esdu.org zur Verfügung.

NENNUNG (Anmeldung) zur ESDU DANCESTAR World Dance Masters Tour
Sie gehen auf den jeweiligen Link des gewählten Qualifikationsbewerbes (Austria-, German, Croatia,...Open) aus der ESDU DANCESTAR World Dance Masters Tour (ESDU Homepage, rechts). Hier gehen Sie im Menü auf Anmeldung zum Turnier und mit Ihren Log In Daten (bei der Registrierung verwendete E-Mail Adresse und Passwort) können Sie sich ins Anmeldeportal des jeweiligen Bewerbes einloggen. Hier können Sie Ihre Tänze und Teilnehmer eintragen und bekommen nach Eintragung aller erforderlichen Daten  prompt die zu begleichenden Startgebühren berechnet. Diese bitte auf das jeweils zum Bewerb angeführte Konto einzahlen. Nach Einlangen der Einzahlung bekommen Sie zu jedem Tanz eine „Starting Permission“. 

Jeder Bewerb hat eine Anmeldefrist. Innerhalb der Anmeldefrist ist es möglich die Daten zu den Tänzen zu verändern. Nach Ablauf der Anmeldefrist wird das Portal prompt geschlossen und es ist keine Änderung mehr möglich. Achtung: Die Anzahl der Tänze ist bei jedem Bewerb limitiert. Um sich eine Teilnahme an einem ESDU Bewerb zu sichern, sind die Teilnehmer aufgefordert so bald als möglich ihre Anmeldungen abzugeben. Tänze werden in der Reihenfolge ihrer Anmeldung gelistet. Ein Bewerb kann somit vor Ablauf der Anmeldefrist voll sein und keine weiteren Anmeldungen können vorgenommen werden! 

Angemeldete Beiträge, die schriftlich zurückgezogen werden, haben 50% der Anmeldegebühr zu bezahlen. Beiträgen die erst innerhalb von 2 Wochen vor Veranstaltungsbeginn zurückgezogen werden bzw. trotz Anmeldung nicht antreten werden die vollen Anmeldegebühren verrechnet.

Die mehrmalige Nennung eines Teilnehmers in unterschiedlichen Disziplinen und Kategorien ist erlaubt. Bei mehreren Beiträgen eines Teilnehmers/Schule/Vereines in der gleichen Disziplin und Kategorie darf jeder Teilnehmer maximal 2x genannt sein.

Die Meldung eines Tanzes in einer falschen Disziplin führt zu einer Umlegung des Tanzes in die richtige Disziplin durch die Jury und hat keinen Punkteabzug zur Folge. Achtung: sollte ein Teilnehmer bereits 2x in einer Disziplin und Kategorie gemeldet sein, darf er auch durch Umlegung kein drittes Mal in dieser Disziplin und Kategorie starten. Der Beitrag bleibt dann in der gemeldeten Disziplin und wird nach den Maßstäben dieser Disziplin gewertet.

Für Fragen zur Anmeldung stehen wir Ihnen jederzeit gerne unter: office@esdu.org zur Verfügung.

ALTERSKLASSEN

Gewertet wird in den Altersklassen MINI, KINDER, JUNIOREN und SENIOREN.
Stichtag für die Altersberechnung ist der letzte Tag der ESDU World Dance Masters.
• Bestimmend für die Altersklasse in welcher ein Beitrag mit mehr als einem Tänzer startet ist das Durchschnittsalter.
• MINI und KINDER dürfen in der Gruppe SENIOREN nicht teilnehmen, und SENIOREN dürfen in den Altersgruppen MINI oder KINDER nicht auftreten.
• Ausnahme: in der Disziplin “Production Number” ist die gemeinsame Teilnahme der Altersgruppen MINI oder KINDER und SENIOREN erlaubt.

Gliederung der Altersklassen für Tänze mit einem Tänzer/In (Solo)
MINI: 5-8 Jahre
KINDER: 9-12 Jahre
JUNIOREN: 13-16 Jahre
SENIOREN: ab 16 Jahren

Gliederung der Altersklassen für Tänze mit mehr als einem Tänzer
MINI: 5 - 8.5 Jahre
KINDER: 8.6 -12.5 Jahre
JUNIORS: 12.6 - 16.5 Jahre
SENIORS: ab 16.6 Jahre

KATEGORIEN
SOLO: ein Tänzer
PAAR/TRIO: zwei oder drei Tänzer
GRUPPE: 4-12 Tänzer
FORMATION: ab 13 Tänzer

ZEITLIMITS
SOLO: 1.00 – 2.00 Minuten
PAAR/TRIO: 1.00 - 2.00 Minuten
GRUPPE: 2.00 – 3.30 Minuten
FORMATION: 2.00 - 3.30 Minuten
PRODUCTION NUMBER: 3.00 - 4.30 Minuten

• Die Zeitberechnung beginnt bei dem ersichtlichen Beginn und endet mit dem ersichtlichen Ende.
• Bei den Zeitlimits gilt eine Toleranzgrenze von 5 Sec. weitere Über- oder Unterschreitungen ergeben einen Abzug von 20 Punkten.

MUSIK
Bitte geben Sie jeweils eine professionell aufgenommene CD  für jeden Beitrag beim „Check In“ ab. Der Übergeber der CD gibt beim „Check In“ bekannt, ob die Musik VOR oder NACH der Aufstellung der Tänzer abgespielt werden soll. Die Teilnehmer/Schulen sind verantwortlich für die Auswahl, Bearbeitung, Ton und Qualität ihrer Musik. Musiknummern werden ausschließlich auf CD Tonträgern angenommen. CDs sollten, spätestens eine Stunde vor dem Auftritt abgegeben werden. Bitte stellen sicher, dass Ihre CDs gut vorbereitet sind. Eine Reserve-CD sollte zur Verfügung stehen.

WERTUNGSSYSTEM

Bewertungskriterien
- Technik: 40%
- Choreographie: 30%
- Level: 15%
- Gesamteindruck/Präsentation: 15%
• Pro Bewertungskriterium werden von jedem Juror 1-10 Punkte vergeben, es kann also ein Maximum von 40 Punkten pro Juror erreicht werden. 
• Die Jury besteht pro Tanz aus 3 - 5 Juroren.  1 Reservejuror ist immer anwesend. 
• Die Wertung der Jury erfolgt geschlossen und ist endgültig. 
• Getanzt wird generell in 1-er Runde. Starten jedoch in der gleichen Disziplin und  Kategorie mehr als 8 Beiträge kommen die besten 4 weiter in eine zweite Runde. Bei mehr als 8 Beiträgen in der gleichen Disziplin und Kategorie wird die Gesamtanzahl der Beiträge geteilt, d.h. die Hälfte aller Beiträge steigt in eine zweite Runde auf und dann wird wieder geteilt wie oben beschrieben. 

Die Meldung eines Tanzes in der jeweiligen Disziplin dient dazu ihn unter „Seinesgleichen“ zu bewerten, d.h. der Tanz wird unter den, für diese Disziplin charakteristischen Wertungskriterien, beurteilt. Durch eine qualifizierte und geschulte Fachjury wird eine auf diesen Wertungskriterien basierende, neutrale Bewertung sichergestellt. Die einzelnen Tänze werden mit den anderen, in ihrer Disziplin und Kategorie startenden Tänze, verglichen.
• Die Jury besteht pro Tanz aus 3 - 5 Juroren.  1 Reservejuror ist immer anwesend.
• Die Wertung der Jury erfolgt geschlossen und ist endgültig.
• Getanzt wird in einer Runde.
Nach Beendigung des Wettbewerbes besteht die Möglichkeit die Punkteanzahl sowie Jurykommentare des eigenen Beitrags per Mail: office@esdu.org  zu beantragen.


DISZIPLINEN

  • BALLET
  • NATIONAL / FOLKLORIC DANCE
  • CONTEMPORARY  zum auswählen a.) MODERN

                                                                       b.) LYRICAL

 

  • MTV COMMERCIAL
  • OPEN
  • JAZZ
  • MUSICAL THEATHER
  • TAP
  • URBAN DANCE STYLES
  • B-BOYING
  • ACROBATIC DANCE
  • PRODUCTION NUMBER



- BALLET  (Historical Dances, Classical Ballet, Neo-Classical Ballet, Characterdance, Postclassical)
Klassik vom klassischen Balletrepertoire bis zur Neoklassik. Es sind reine klassische Techniken erlaubt, die in leichten Schuhen oder Pointe-Schuhen getanzt werden. Originalchoreographien sind erlaubt. Die Jury legt besonderen Wert auf gute, saubere Technik und vor allem Attitude. Spitzentanz ist erst ab 12 Jahren zulässig.
Ausnahmen müssen von der ESDU genehmigt werden.

- CHARAKTERTANZ
Klar erkennbare Charaktertänze aus dem klassischen Ballet.  Originalchoreographien sind erlaubt. Die Jury legt besonderen Wert auf gute, saubere Technik die dem jeweiligen Charaktertanz entspricht.

- NATIONAL/FOLKLORIC DANCE

Originalchoreographien sind erlaubt, aber nicht erforderlich. Die „Tradition“ des jeweiligen Folkloretanzes muss klar erkennbar sein. Weiters müssen Kostüm und Musik die Tradition des Folkloretanzes präsentieren.

- CONTEMPORARY
Experimentelle und kreative Choreographien, welche versuchen neue Tanzelemente zu verfolgen und ein neues Tanzvokabular zu zeigen.
Bitte wählen Sie eine der Subdisziplinen
a.) MODERN
Ein emotionaler und ausdrucksvoller Tanz, welcher Technik und Charakteristiken der Moderntanzpioniere wie beispielsweise Martha Graham, Jose Limon, Lester Horton  in die Präsentation mit einfließen lassen sollten.

b.) LYRICAL
Lyrical verbindet Elemente aus Ballet, Modern und Jazz und ist stark inspiriert von den Musiktexten und der Musik. Lyrical dance fordert den Choreographen sowie den Darsteller heraus durch Bewegungsabläufe Emotionen auszudrücken und die Musik zu interpretieren.

- MTV COMMERCIAL 

Eine Mischung aus verschiedenen Tanzstilen mit Choreographien die durch die MTV Tradition sowie populärer Gesangsgruppen inspiriert ist. Es kann ein kommerzieller Jazzstil sein, sowie eine Mischung aus Jazz, Funk, Urban Styles oder anderen Stilen. Zu finden ist diese Tanzrichtung z.b. in Video Clips.
Das Augenmerk liegt bei der Präsentation, im Stil, Ausdruck und der Dynamik der Performance.

- OPEN
Alle Performances die nicht eindeutig einer der angeführten Disziplinen und Tanztechniken zuzuordnen sind oder eine Kombination von unterschiedlichen Tanztechniken/Stilen sind. Choreographien mit klaren Tanztechniken, welche auf der Ballettechnik basieren und aufbauen. Alle Tanzstile sind erlaubt. Das Augenmerk liegt bei einer klaren und exakten Tanztechnik und einer guten Kombination verschiedener Tanzstile.

- THEATER VOCAL
3 schnurlose Gesangsmikrophone sind verfügbar. Keine Hauptstimmen dürfen auf der Begleit-CD hörbar sein. Es ist zu beachten, dass nur eine kurze Mikro-Probe pro Performance möglich ist.
Gospel, Country, Pop, Rock, Contemporary, R&B Jazz, Oper, Musical, Ethno, Rap, Latino, Variete, Open
Wertungskriterien sind:
• passsende Lieder und Texte für das jeweilige Alter und Können
• Stimmumfang
• Saubere Intonation und Tonqualität 
• Ausdrucksweise
• Aussprache
• Vortrag
• Ausführung 
• Selbstvertrauen
• Staging 
• Präsentation 
• Umgang mit den Mikros
• Atemkontrolle 
• Unterhaltungswert

- THEATER DANCE ( JAZZ, MUSICAL I STEP )
• JAZZ - Es sind verschiedene Jazzstile zugelassen. Das kann sowohl klassischer Jazz Dance, als auch Broadway-Jazz oder Latin-Jazz sein. Wesentliche Merkmale sind neben der Isolation von Bewegungen (Polyzentrik) auch Parallelismus, Contractions, Collapse, Koordination, Führungen/Impulse und die Tanzbarkeit auf verschiedenen Levels. Eine gute und exakte Jazztechnik wird vorausgesetzt.
• MUSICAL - Es darf kein Live-Gesang in der Performance vorhanden sein. Die Musik zu der getanzt wird sollte aus einem Original-Musical oder Tanz-Film bzw. Musikfilm stammen (z.B. Grease, Dirty Dancing, Step-Up, ...). Der Musical Charakter muss klar erkennbar sein.
• STEP - Step-Techniken müssen beherrscht werden. Dabei sind verschiedene Step-Stilrichtungen zulässig. Ebenso fällt in diese Kategorie auch der Irish Dance, der irische Steptanz. Ganz wichtig ist, das auf der Musik für die Präsentation/Performance keine Taps hörbar sind.

- URBAN DANCE STYLES
Es sind verschiedene East und West Coast Styles, wie z.B. Bounce, Shake (Harlem Style), Hype, Funkstyles (Locking, Popping, Boogaloo, Waving, Floating, Tutting, Ticking, Snaking, Air Posing, Sleepy Style) erlaubt. Ebenfalls können diverse Newstyles, wie Krumpin und Dynamic Dance Styles Kombinationen, wie Uprock, Toprock, Downrock, Freezes und Foot-/Floorwork in die Präsentation mit einfließen. Bitte angeben welcher Style (s) gezeigt werden. Die Vielfalt der tänzerischen Elemente und die Kreativität ist wichtig. Weiters ist es wichtig, dass die Tänzer/Innen die Styles und die dazugehörige Technik der Bewegungsabläufe beherrschen, die sie zeigen. Es sollte auf die richtige Auswahl der Kleidung geachtet werden. Viele Bewegungen und Styles verlieren mit der falschen Bekleidung ihre Wirkung.
Achtung: Akrobatische Bewegungen und Freezes sind erlaubt, dürfen jedoch nicht dominieren. Die tänzerischen Elemente und Akzente müssen ganz klar im Vordergrund stehen. Aggressive und vulgäre choreographische Momente sollten unterlassen werden.

- B-BOYING
Breakdance Stylez: footwork (zB: six-step, knee-step), up-rock (zB: battle-rock, indian-step), powermoves (zB: headspin, windmills), freezes (clash, baby-freeze), acrobatics (zB: flips/screws, butterflies). Freestyle Sektionen sind erlaubt, sollten aber nicht dominieren.

- ACRO DANCE
Es können sowohl verschiedene Tanzrichtungen wie beispielsweise B-Boying / Breakdance, Electric Boogaloo, Video Clip, Hip-Hop mit Akrobatik und vieles mehr einfließen.
Akrobatik ist erforderlich, allerdings muss das tänzerische Element überwiegen.

- PRODUCTION NUMBER 
Das Thema/die Idee und/oder der Inhalt der Performances spielen bei dieser Disziplin die Hauptrolle und müssen  klar erkennbar sein. Besonders hoch bewertet wird ein erkennbarer „roter Faden“ in der Performance, oder eine Geschichte die gezeigt wird, welche(r) einen Beginn, einen Mittelteil und ein Ende hat. Kreativität, Idee und Choreographie sind weiters entscheidend. Das Zeitlimit ist auf ein Maximum von 4.30 Minuten beschränkt. In dieser Disziplin kann man nur mit einer Mindestanzahl von 9 Personen starten. Es sind alle Tanzstile erlaubt. Es gibt keine Altersbegrenzungen.